Heisser Dampf ist Ihre Lösung

Das passende Dämpfverfahren, allem voran im Gartenbau, ist neben der modernen Dampfkessel-Technik unerlässlich, dass Sie sich mit stetig steigendem Erfolg am Markt behaupten können. Zusammen mit unserem Partner MSD Möschle Seifert wissen wir welches Dämpfsystem für Sie bestens geeignet ist und ein optimales Verhältnis bietet zwischen Investitionshöhe, Energieintensität im Betrieb und Ihrer Branchenabhängigen Ertragssituation.

Foliendämpfverfahren

Dieses Verfahren ist das traditionellste und daher gebräuchlichste Flächendämpfsystem.
Bei richtiger Anwendung ist die Foliendämpfung auch heute einfach und trotz hoher Energieintensität wirtschaftlich einsetzbar, insbesondere bei kleineren, spezialisierten Gartenbaubetrieben. Dämpfflächen bis 400m² je Arbeitsgang, in 4 – 5 Std. auf 25 – 30 cm Tiefe mit bis zu 85°C, sind problemlos durchführbar.

Der Vorteil dieses Dämpfsystems liegt in den verhältnismäßig geringen Anschaffungsinvestitionen und dem technisch einfachen Handling. Zudem kann schrittweise sehr effizient gearbeitet werden. Jedoch muss bis zu 4h und ggf. länger gedämpft werden. Dies führt zu Energieverlusten. Daher ist diese Dämpfmethode auch die energieintensivste.

Abhängig von Dämpfzeit und Bodenbeschaffenheit liegt der Heizölverbrauch pro mbei 0,5 Liter mit 7-10 cm Dämpftiefe und 2 Litern mit 25-30 cm Dämpftiefe. Dabei wird eine Bodentemperatur von bis zu 85°C erreicht.

Als Faustregel gilt:
1. Je länger die Dämpfzeit desto höher die Energieverluste und damit der Energiebedarf pro m2.
2. Die Dämpfzeit beträgt pro 10cm Dämpftiefe ca. 1 bis 1,5 Stunden.

Je niedriger der Folientunnel, desto besser die Tiefenwirkung. Sehr wichtig ist auch die Bodenfeuchtigkeit – zu trockener Boden hat schlechte Wärmeleitfähigkeit, ideal ist Pflanzfeuchtigkeit.

Wie bei allen Boden- und Substratdämpfverfahren ist es wichtig, dass das Dämpfgut nicht nass ist. Nässe führt zu enormem Energieverbrauch und verschliesst die Poren so das Dämpfgut nicht nass ist.

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Verfahren Tiefendämpfung

Bei der Tiefendämpfung handelt es sich um ein spezielles Flächendämpfverfahren, dass grundsätzlich unter der Folie abläuft. Grundsätzlich wird beim Tiefendämpfen mit einer zusätzlichen Absaugvorrichtung gearbeitet, die mobil oder fest im Gewächshausboden installiert werden kann.

A) Mobiles Absaugsystem (bis 50 cm Dämpftiefe)
Hierzu wird mit geringem Aufwand für die Luftabsaugung in Kombination mit einem Spezialventilator überirdisch Rohre verlegt. An deren Enden werden hitzebeständige Schläuche in den Boden auf die gewünschte Dämpftiefe vergraben. Bei diesem Verfahren wird ein gleichmäßiger Unterdruck im Boden erzeugt, der den Dampf in die Tiefe saugt.

B) Festverlegte Drainagerohre (bis 80 cm Dämpftiefe)
Bei dieser Technik werden fest im Untergrund Drainagerohre verlegt, die mit einer gesonderten Absaugstation verbunden werden. Für die Installation eines solchen Systems stehen Fachfirmen zur Verfügung.

Grundsätzlich ist beim Tiefendämpfen zu beachten, dass der Energieverbrauch hierbei nochmals stark erhöht wird. Bei diesem Dämpfverfahren muss, abhängig von Dämpftiefe und Bodenbeschaffenheit, von einem Heizölverbrauch ab ~3L pro Quadratmeter gerechnet werden.

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Dämpfen von Kompost und Substraten

Es bieten sich viele sehr effektive Varianten zur Sterilisierung (Neophytenbekämpfung) von Substraten –
egal ob Erde, Torf, Steinwolle, Bimbs oder Perlite etc. an.

Generell gilt: Die Erde sollte so trocken und locker wie möglich sein. Eine trockene, sowie optimal gelockerte Erde, benötigt weniger Wärmeenergie für die Erhitzung.

A) Haufendämpfung mit MSD Dämpfanlagen
Bei dieser einfachen Verfahrenstechnik wird ein Dampfverteiler mit ca. 10 cm Bodenabstand verlegt und ein Erdhaufen mit einer Gesamthöhe von max. 70 cm aufgeschüttet. Der Haufen wird mit einer Dampffolie abgedeckt und ringsum mit Beschwerungsschläuchen abgedichtet. Der Dampf wird über die Verteilerrohre gleichmässig in die Erde geleitet. Die gleiche Verfahrenstechnik kann auch bei Erdboxen angewendet werden. Wir empfehlen, grössere Erdmengen mit einem Absaugsystem zu dämpfen.

Energieverbrauch
Das Dämpfen von Substraten gehört zu den kosteneffektivsten Dämpfmethoden. MSD hat Systeme entwickelt, mit denen bereits ab ~1kg Heizöl (=~1,2 Liter) 1 m³ Substrat mit mehr als 80°C optimal hygienisiert werden kann. Um den Energieverbrauch gering zu halten, sollte das Substrat ausreichend trocken und locker sein. Zudem ermöglicht allem voran der Einsatz eines Absaugsystems bei Mengen ab 4-5 m³ den Dampfverbrauch auf ca. 15 kg pro Kubikmeter zu reduzieren.

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Verfahren Hauben Dämpfung

Der Vorteil der Hauben Dämpfung liegt insbesondere gegenüber der Foliendämpfung im stark erhöhten Dampfeintrag, der von 4 kg / h und munter Folie auf mehr als 30 kg pro Stunde und Quadratmeter unter Haube gesteigert wird.  Das Ergebnis ist eine signifikante Reduktion der Dämpfzeit und damit des Heizölverbrauchs. Zudem können Sie zwischen einem Voll- oder Halbautomatischen Dampfsystem auswählen.

Energieverbrauch
Abhängig von Dämpfzeit und Bodenbeschaffenheit liegt der Heizölverbrauch pro m2 bei 0,3 Liter mit 8-10 cm Dämpftiefe und 1 Liter mit 25-30 cm Dämpftiefe. Dabei wird eine Bodentemperatur von bis zu 85°C erreicht. Folglich sparen Sie mit dem dämpfen der Hauben bis zu 50% Heizöl bzw. Energie im Vergleich zum Foliendämpfen.


Manuell, voll- & halbautomatische Systeme
Grosse halbautomatische Dämpfhaube, die hydraulisch versetzt werden kann, passt für verschiedene Gewächshausarbeiten. Die Arbeitsbreite kann von 1.20 bis 0.60 m an jeder Seite variieren. In der auf dem linken Bild gezeigten Ausfertigung ist die Dämpfhaube selbstfahrend – rechts mit Traktor bewegt.

MSD-Dämpfhauben werden hochwertig aus Stahl oder Aluminium gefertigt. Sie sind extrem langlebig. Sie kommen problemlos in Gewächshäusern oder Tunneln sowie auch im Freiland rationell im Einsatz. Abhängig von der gewünschten Dämpftiefe und Bodenbeschaffenheit werden Dämpfhauben in kürzeren Zeitabständen von 5 (Dämpftiefe 5 cm) bis 25 min (Dämpftiefe 20-25 cm) versetzt. Bei längerer Einwirkzeit können auch bis in 30 cm Tiefe Temperaturen über 75°C für eine ausreichende Bodendesinfektion erreicht werden.

In großflächigen Glashäusern mit stabiler Bauweise können Hauben an Rollschienen aufgehängt und mit pneumatischen Hubzylindern gehoben und versetzt werden. Kleine und mittelgroße Hauben können sehr gut manuell mit Kipphebelsystem versetzt oder mit speziellen Seilzugwinden elektrisch bewegt werden. Großdämpfhauben können zur Anpassung an die jeweilige Gewächshausbreite hydraulisch verstellbar geliefert werden, so dass die Arbeitsbreite an jeder Seite bedürfnisgerecht variieren kann.

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Sandwich – Dämpfung

Der Dampf kommt gleich in die Tiefe
Das Sandwich-Dämpfen ist die wirksamste und energieeffizienteste Flächen-Dämpfmethode. Sie ist eine Weiterentwicklung der Hauben Dämpfung und erweitert diese mit der Tiefeneinbringung des heißen Dampfes. Der Dampf wird unter die Haube und dabei gleichzeitig über viele innen hohle mit mehreren Austrittslöchern ausgestattete Stifte geleitet, die bis zu 25 cm tief in den Boden eindringen. Dadurch wird sehr homogen und rasch eine Bodentemperatur von über 85°C unter der abgedeckten Fläche erreicht. Das Verfahren Sandwichdämpfen rechnet sich ab Tiefen zwischen 10 und 25 cm.


Energieverbrauch
Durch die sehr geringe Dämpfdauer, die durch die gleichzeitige Tiefeneinbringung des heissen
Dampfes stark verkürzt wird, ist die Energieeffizienz sehr hoch. Bei einer Dämpftiefe von 25 cm
kann pro Quadratmeter mit einem Heizölverbrauch von lediglich 0,6l gerechnet werden, um eine Tiefentemperatur von bis zu 85°C innerhalb von 5 Minuten zu erreichen. Damit spart das Sandwichdämpfen gegenüber der normalen Hauben Dämpfung ab 10 cm Dämpftiefe bis etwa 35% Energie. 

Vollautomatische Systeme

Dampfroboter mit Stachel-Dämpfhauben zur Oberflächen- und Tiefeneinbringung von Dampf.

Vorteile: Die Energieeinwirkung kann auf bis zu 120 kg Dampf per m²/h gesteigert werden bei
Halbierung der normalen Dämpfzeit.

Dampfmixer
Bis 10 cm Tiefe – auch bis 25 cm Dampftiefe verfügbar.

Rückansicht: Schleppfolie zur Verlängerung der Nachdämpfzeit und die
Hitze so lange wie möglich im Boden zu halten.

Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass durch die hohlen Stacheln mehr als das doppelte an Dampfmenge pro Quadratmeter unter die Haube kommt und daher ein etwas höhere Anpressdruck erzeugt werden muss, was größtenteils bereits durch das Gewicht des Gerätes selbst erzeugt werden kann. Darüber hinaus ist das Versetzen einer Stachelhaube ein wenig anspruchsvoller, da darauf geachtet werden muss, dass die hohlen Stifte sauber beim Absenken in die Erde eindringen können.

Um die Austrittslöcher sauber zu halten ist bei diesem Dämpfverfahren unbedingt darauf zu achten, dass der Boden ausreichend trocken ist. Die Sandwich-Dämpfmethode eignet sich übrigens ideal für das Dämpfen von Substraten in Pflanztöpfen. Dadurch spart man direkt ein Entleeren und Neu befüllen.weitere Details…

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